Verabschiedung 4B

Grundschulschiff entlässt seine Matrosen

Viertklässler gestalteten ihren Weggang aus der Grundschule an zwei Tagen
Die beiden vierten Klassen der Grundschule wurden an zwei verschiedenen Tagen in der Turnhalle mit einem selbst moderierten Programm verabschiedet. Rektorin Regina Bertolini verglich die Grundschulzeit mit einer Schiffsreise.
Zu den Klängen von Marschmusik zogen die Viertklässler in die Turnhalle ein, wo ihre Eltern und Angehörigen schon mit Sicherheitsabständen saßen. Jeweils zwei Kinder aus der Klasse übernahmen dann die Moderation bei der Feier und übergaben das Wort an Rektorin Regina Bertolini, die Kinder und Eltern aufs herzlichste begrüßte. Es folgte als nächstes im Programm ein von Orff-Instrumentarium begleitetes Stück „Singing all together“ bei der Klasse 4b und „Groß und klein stimmet ein“ bei der Klasse 4a. Unter dem Motto „Was nicht im Zeugnis steht“ trugen anschließend Kinder Gedanken zum Abschied vor, wobei unterschiedlichste Erfahrungen beschrieben wurden, die die Kinder während ihrer Grundschulzeit machen konnten. „Wir haben gelernt, dass man nicht gute Noten haben muss, um gute Freunde zu finden“, hieß es da etwa oder „Wir haben gelernt, dass man mit Höflichkeit mehr erreichen kann!“ Ein weiterer musikalischer Beitrag schloss sich an. Im Lied „Wenn der Sommer kommt“ übernahmen einige Kinder mit tragender Stimme den Vorsängerpart, während die ganze Klasse in den Refrain einstimmte. Rektorin Regina Bertolini verglich danach in ihrer Verabschiedungsrede die Lebens- und Schulgeschichte der Viertklässler mit dem Bild einer Schiffsreise. Dazu hatte sie das Modell eines alten Segelschiffes mitgebracht. „Vor vier Jahren seid ihr mit euren Eltern an Bord des Schulschiffes gekommen und habt euch voll Freude an die Ruder gesetzt. Ihr konntet unbeschwert durch die erste Zeit der Grundschule schippern. Im dritten Jahr ging der Kapitän Josef Mandl von Bord und übergab mir das Steuer“, schilderte sie die ersten Jahre. Die Situation der vergangenen Monate beschrieb sie folgendermaßen: „Am 13.März 2020 kam der große Donnerschlag. Alle Matrosen, Crewmitglieder und Passagiere mussten unter Deck fliehen, um dem tosenden Coronasturm zu entkommen. Erst nach langen Wochen durften wir wieder hervorkommen und im Wechselunterricht den Betrieb fortsetzen. Jetzt wehte ein anderer Wind. Masken, Abstands- und Hygieneregeln prägten fortan unseren Schulalltag. Beim Homeschooling mussten eure Eltern das Ruder für viele Wochen übernehmen. So mancher glaubte auf dem falschen Dampfer zu sein. Viele hatten Sorge, dass sie wegen des Übertritts Schiffbruch erleiden könnten. Diese Ängste konnten zum Glück entkräftet werden, denn ihr habt alle die wichtigsten Seemannsaufgaben geschafft.“ An die Eltern gewandt meinte sie: „Seien Sie für Ihre Kinder der Fels in der Brandung, wenn es draußen stürmt und tobt! Es ist wichtig, dass man nicht gleich die Segel streicht, wenn mal etwas nicht so gelingt, wie man es sich erhofft hat. Wir überstehen jeden Sturm, wenn wir nur einen festen Ankerplatz im Herzen eines Menschen haben.“ Abschließend ermunterte Regina Bertolini die Viertklässler: „Bald steuern wir den nächsten Hafen an, der Hafen, in dem ihr unser Grundschulschiff verlassen werdet, ist bereits in Sicht. Doch in absehbarer Zeit geht eure Reise weiter auf einem anderen Schiff namens Mittelschule, Realschule oder Gymnasium. Ihr wart tolle Matrosen auf unserem Grundschulschiff. Starke Kinder wissen, wie sie die Segel setzen, denn nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung. Ihr habt bewiesen, dass ihr auch die großen Stürme meistert, weil ihr einiges geworden seid: selbstständig, tatkräftig, aufmerksam, rücksichtsvoll und ehrlich – so wie es im Leitgedanken der Grundschule Loiching steht.“ Die Rektorin schloss mit dem Wunsch: „Für die Weiterreise in euren neuen Lebensabschnitt wünsche ich euch von Herzen alles Gute, viel Glück und Gottes Segen.“
Im Namen des Elternbeirats überbrachte Katharina Bachner in ihrer Ansprache die Glückwünsche für die Zukunft an die Kinder der 4b. Dabei hielt sie Rückschau auf vier abwechslungsreiche Jahre, beginnend bei der Einschulung über die Erfahrungen von vier Grundschuljahren mit verschiedensten Lehrkräften, aber auch mit den Widrigkeiten der Coronakrise. Gemeinsam hätten die Kinder all die Jahre geschafft. In ähnlicher Weise erledigte das Patricia Weinzierl für die Klasse 4a. Die scheidenden Schulkinder erhielten aus den Händen der Schulleiterin eine kleine Erinnerungsurkunde mit Klassenfoto und von Seiten der Elternsprecher jeweils einen Sammelordner, der auf der Rückseite mit poppig verziertem Namen bedruckt war. Die Klassen bedankten sich im Folgenden jeweils mit dem Gedicht „Wir packen unseren Koffer“ bei allen Mitgliedern der Schulfamilie. Zum feierlichen Abschluss trugen die Kinder der Klasse jeweils kräftig den Song von Sasha „Goodbye“ vor, wobei sie nicht versäumten wie im Liedtext vorgegeben zum Abschied mit weißen Papiertaschentüchern zu winken. Die Schulleiterin entließ zum Abschluss die Kinder in die Hände der anwesenden Eltern oder Großeltern und wünschte einen schönen weiteren Verlauf des Tages.

Koch Walter

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